Monoethylenglykol — Rohstoff für Kühlmittel, Chemie & Industrieanwendungen
Monoethylenglykol ist eine farblose, hygroskopische organische Flüssigkeit mit schwachem, charakteristischem Eigengeruch. Es wird vor allem in der chemischen Industrie, in Kühl- und Wärmeträgersystemen sowie in technischen Anwendungen eingesetzt, da es sehr gute wasserbindende, lösende und frostschützende Eigenschaften besitzt. Aufgrund seiner hohen Reinheit und vielseitigen Verwendbarkeit eignet sich Monoethylenglykol besonders für Anwendungen, bei denen thermische Stabilität, Mischbarkeit und zuverlässige Funktion gefragt sind.
- Chemische Bezeichnung: Monoethylenglykol
- Chemische Formel: C₂H₆O₂
- CAS-Nummer: 107-21-1
- EG-Nummer: 203-473-3
- Art: Organische Verbindung (Glykol / Diol)
- Synonyme: Ethylenglykol, MEG, 1,2-Ethandiol
Was ist Monoethylenglykol?
Monoethylenglykol ist ein zweiwertiger Alkohol aus der Gruppe der Glykole. Es handelt sich um eine klare, viskose Flüssigkeit mit sehr guter Wasserlöslichkeit und ausgeprägten hygroskopischen Eigenschaften. Dadurch eignet sich Monoethylenglykol besonders für Anwendungen als Rohstoff für Kühl- und Frostschutzmittel, als Wärmeträgerkomponente oder als Zwischenprodukt in chemischen Synthesen.
Wofür wird Monoethylenglykol verwendet?
Monoethylenglykol wird in zahlreichen industriellen und gewerblichen Anwendungen eingesetzt, insbesondere als:
- Rohstoff für Frostschutz- und Kühlmittel
- Bestandteil von Wärmeträgerflüssigkeiten
- Ausgangsstoff für Polyester und Kunststoffe
- Feuchthaltemittel und Lösungskomponente in technischen Formulierungen
- Zwischenprodukt in der chemischen Industrie
Anwendungsbereiche
- Industrie: Chemische Industrie, Kunststoff- und Polyesterherstellung, Kühlmittelproduktion.
- Gewerbe: Kühl- und Wärmeträgersysteme, technische Formulierungen, Frostschutzanwendungen.
- Technische Anwendungen: Rohstoff für Sole, Frostschutzmittel und Wärmeträgermedien.
Vorteile von Monoethylenglykol
- Sehr gut mit Wasser mischbar.
- Gute frostschützende und wärmetragende Eigenschaften.
- Vielseitig einsetzbar als Rohstoff und Formulierungsbestandteil.
- Wichtiger Grundstoff für Polyester und technische Flüssigkeiten.
- Breites Einsatzspektrum in Industrie und Technik.
Wie wird Monoethylenglykol angewendet?
Monoethylenglykol wird je nach Anwendung direkt als Rohstoff, Formulierungsbestandteil
oder Zwischenprodukt eingesetzt. Es kann mit Wasser gemischt werden, um Kühl-,
Frostschutz- oder Wärmeträgerlösungen herzustellen, oder in chemischen Prozessen
weiterverarbeitet werden. Die Dosierung richtet sich nach dem jeweiligen System
und den gewünschten Produkteigenschaften.
Technische Daten
| Parameter | Wert |
| Mit Wasser vollständig mischbar |
Sicherheit & Hinweise
Monoethylenglykol sollte entsprechend den üblichen Regeln für den Umgang mit chemischen Stoffen verwendet werden. Das Produkt ist gesundheitsschädlich bei Verschlucken und sollte nicht in Lebensmittel- oder Trinkwasserbereiche gelangen. Haut- und Augenkontakt möglichst vermeiden.
- Gefahrstoffkennzeichnung: GHS07 (gesundheitsschädlich)
- Lagerung: Kühl, trocken und gut verschlossen lagern.
- Handhabung: Geeignete Schutzausrüstung tragen und für gute Belüftung sorgen.
- Hinweis: Ausschliesslich entsprechend technischer Spezifikation und Anwendungsvorgaben einsetzen.
FAQ – Häufige Fragen zu Monoethylenglykol
1. Wofür wird Monoethylenglykol hauptsächlich eingesetzt?
Vor allem als Rohstoff für Kühlmittel, Frostschutzmittel, Wärmeträgerflüssigkeiten und Polyesterprodukte.
2. Ist Monoethylenglykol wasserlöslich?
Ja, Monoethylenglykol ist vollständig mit Wasser mischbar.
3. Warum wird Monoethylenglykol in der Industrie verwendet?
Wegen seiner guten Mischbarkeit mit Wasser, seiner frostschützenden Eigenschaften und seiner vielseitigen Verwendbarkeit als Rohstoff und Formulierungsbestandteil.




